...80 fuss wassertiefe "la gringa" malpelo, pazifik, dritter tauchtag

Die beiden seidenhaie ziehen ruhig an uns vorbei, es sind grosse erwachsene exemplare bestimmt 2.5 meter lang. Sie sind so nah, dass ich ihre intelligenten katzenartigen, augen sehr gut erkennnen kann. Die augen sind bernsteinfarben, sehr beweglich, sie beobachten uns aufmerksam. Osmar und ich sind etwas hinter der gruppe zurueckgeblieben und geniessen fasziniert diesen auftritt. Silky shark, seidenhai, bronzefarbener walfaengerhai. Bronzefarben - nicht braun - leuchtend bronze, jeder muskel ist sichtbar, ein seidenartiger schimmer - deshalb heissen sie auch seidenhaie. Sie mustern uns ein weilchen - nicht aengstlich, nicht agressiv - interressiert - so wie es ihrer stellung als oberstes raubtier im offenen ozean zukommt. Wie "glaenzende geschosse" schreibt hans hass - ja das erscheint mir sehr treffend. Sie machen kehrt, und schwimmen erneut vorbei. Nochmal - freue ich mich, sie tun uns den gefallen und machen noch eine runde. Der erste seidenhai den ich hier gesehen habe war nach einem einzigen durchgang verschwunden. Die haie machen kehrt und kommen erneut in unsere richtung. Ziehen langsam und majestaetisch vorbei. Ich geniesse die show. Im blau des ozeans erscheinen drei neue siluetten, drei weitere seidenhaie, - dann nochmal fuenf. Die bewegungsrichtung der haie die mir am naechsten sind ist jetzt nicht mehr ein "vorbeipatroullieren" sondern deutlich in unsere richtung - sie beginnen uns zu untersuchen, uns zum zentrum ihrer bewegung zu machen. Schwimmen jetzt auch etwas schneller. Wie war das doch bei cousteau ... als die taucher von hochseehaien bedraengt wurden haben sie sich ruecken an ruecken positioniert um sie alle im blickfeld zu behalten...ja waere jetzt nicht schlecht. Langsam beginnt unbehagen in mir aufzusteigen ich wuerde mich besser fuehlen wenn Osmar sich jetzt ruecken an ruecken mit mir positionieren wuerde, die zeigen sich jetzt aber - sehr - interessiert. Osmar war einen halben meter hinter mir als ich mich das letztemal umgeblickt habe. Dann hatten diese haie meine ganze aufmerksamkeit beansprucht. Osmar...Osmar?....Osmar?!!!! - ich sehe mich um, und sehe gerade noch zwei gelbe flossen an der grenze der sichtweite verschwinden. Osmar hatte die ersten beiden haie auch gesehen, war aber nicht geblieben wie ich, um sie gebuehrend zu bewundern, sondern hatte sich nach dem ersten vorbeipatrullieren umgedreht und war der gruppe gefolgt um an der (nun ausser sichweite befindlichen) felswand langsam nach oben zur decopause zu gehen. Schlagartig wird mir die situation klar. Die haie haben unsere blubbernde gruppe von "sieben seltsamen saugetieren", ueber grosse entfernung wahrgenommen. Als zwei davon zuruckblieben, kamen die ersten beiden um zu untersuchen. Dann machte sich eines dieser seltsamen wesen davon und schloss sich wieder der gruppe an. Zurueck blieb ein (verlassenes ? verlorenes? krankes? sterbendes ? ) - einzeltier ! - Ich ! - Diese haie verfolgen wale und delphingruppen im offenen ozean. Sie ernaehren sich von resten und zurueckbleibenden (kranken, verletzten) exemplaren. Daher das ploetzliche interesse. Und schlimmer noch - die etwas beschleunigten schwimmbewegungen der ersten beiden haie hatten bereits das interesse von weiteren silky sharks erregt! Ein anfall von panik schiesst in mir hoch, ich haenge im endlosen blau des offenen ozeans, allein und mindestens zehn - sichtlich interessierte - hochseehaie um mich. Ich zwinge mich zur ruhe. Ich habe die richtung wohin die flossen von osmar verschwunden sind. Dort muss die felswand und die gruppe sein. Ich schwimme los, langsam und mit ruhigen aber festen bewegungen, versuche zu zeigen dass ich nicht in panik, nicht wehrlos, nicht desorientiert, nicht verletzt, nicht verlassen bin. Bloss nicht im kreise drehen und 10 haie gleichzeitig im blick behalten muessen. Da ist sofort die orientierung weg... Ein weiterer gedanke kommt mir in den sinn - die thermokline - wir waren im kalten wasser unterhalb der thermokline (temperatursprungschicht) als die haie auftauchten, ich verziehe mich ein paar meter nach oben wo das wasser deutlich waermer ist. Die haie folgen mir nicht. Sie sind jetzt nur mehr blaue siluetten im blau des ozeans unter mir und haben ihr ruhiges patroullienschwimmen wieder aufgenommen. Ich scheine nichtmehr den mittelpunk ihres interesses zu bilden. In der blauen ferne sehe ich jetzt die blasespuren aus den flaschen der taucher, bald kommt auch die felswand in sicht. Mein herz schlaegt fest aber ruhiger. Die luft! - kommt es mir jetzt in den sinn - wir waren dabei den tauchgang zu beenden. Der adrenalinstoss und die schwimmanstrengung zur felswand hin, haben mich sehr viel mehr atmen lassen als normal. Ich blicke auf das manometer - der zeiger steht tief in rot! Ich erreiche die gruppe, die an der felswand fische beobachtet, waehrend sie ihren stickstoff abatmen. Ich tippe diveguide alexandro an die schulter und zeige ihm mein manometer. Er gibt mir seinen zweitautomat. Da sein tauchgang stressfrei war hat er noch genuegend pressluft. Wir sind jetzt auf decotiefe und lassen uns von der felswand wegtreiben. Das boot kann uns leichter weiter draussen aufnehmen wo die wellen nicht an die felsen branden. Ich blicke in die azurblaue tiefe nach unten - ich weiss dass die haie da unten sind und die von unseren bewegungen verursachen druckwellen mit ihren ueberlegenen sinnen deutlich wahrnehmen koennen. Wahrscheinlich sehen sie auch unsere siluetten gegen die helle oberflaeche. - Dennoch ein besuch am decostop wie bei frueheren gelegenheiten bleibt diesmal aus. Entgegen meiner sonstigen gewohnheit ziehe ich mich diesmal als einer der esten ins zodiak. Warum mir die luft so schnell ausgegangen ist fragen mich die anderen taucher . Ich erzahle meine geschichte. "casi me cago..."(fast scheiss ich mir in den Anzug) fuege ich hinzu. Alle lachen. Schliesslich war ich derjenige der immer haie "ganz nah" sehen wollte. Das schlauchboot bringt uns zurueck zum schiff. Auf dem achterdeck stehen die neuen gefuellten tanks bereit. Wir wechseln die tanks, lassen alles bereit fuer den naechsten tauchgang. Jemand ruft SALSAA !!! und dreht die musikanlage voll auf. Baertige maenner in nassen tauchanzuegen beginnen zu groelen und salsa zu tanzen. Alle haben haie gesehen, ein weiterer tauchgang steht bevor. Jemand ruft silky ! Alle groelen silky, silky, silky und huepfen. Verrueckt? Freude? Vorfreude auf den naechsten tauchgang? ein archaischer kriegtanz? - wer will das schon genau analysieren, ich huepfe und bruelle mit - silky, silky, silky. Ein schnelles essen, ein bischen ruhe in der koje, dann beginnt alexandro erneut zu bruellen "vamonoooos!" (gehen wir) hallt es durchs schiff - ueberall im schiff fangen stimmen an zu antworten "vamonos!" - Die taucher meiner gruppe erscheinen an deck und beginnen sich in die tauchanzuege zu zwaengen und die geraete zu checken. Es zischt allerortens und salsa musik droehnt wieder aus den lautsprechern. "vamonos!" bruellt alexandro als die gruppe komplett ist - "vamonos!" bruellen alle und klettern erneut ins schlauchboot. Keiner von den 14 tauchern wird diesen felsen vor der kueste kolumbiens 540 km im offenen pazifik, wieder verlassen ohne hunderte haie gesehen zu haben - hammerhaie in schwaermen von ueber 300 exemplaren, silky, stierkopf, riffhaie, tigerhaie, walhaie, etc.etc. - jeden tauchgang haie - 4x taeglich einfach wahnsinn - unglaublich - ohne koeder - alle haie des pazifiks scheinen sich hier versammelt zu haben um diesen 1.5 km langen komplett vegetationslosen felsen zu umkreisen. Jeder von uns kann sich danach mit fug und recht als "haitaucher" bezeichnen und milde in sich laecheln wenn kollegen von der fernen riffhai siluette am topischen urlaubsort berichten, oder von der "riffhai - kuhfuetterung" a la bahamas. Ehrlich gesagt - malpelo ist nicht jedermanns sache, wir haben in der 48 stuendigen anfahrt hierher an seekrankheit gelitten und gekotzt wie die tiere. An land gehen ist nicht in malpelo - 40 m hohe felswand mit voller brandung. Haufige regenguesse. Acht tage schiff, schlafen in schaukelnden kojen, kein hafen, keine ruhige ankerbucht und stroemung dass maske und schorchel zu vibrieren anfangen wenn du dich am felsen festkrallst. Aber wenn ihr wirklich haie sehen wollt - das ist der platz... ich habe taucher kennengelernt die in cocos getaucht haben und in galapagos (an den ausseren inseln darwin und wolf - wo nicht alle touristen hinkommen). Auch solche die die das rote meer kennen wie ihre westentasche und auf den malediven, philippinen, am grossen barrieriff in australien, die hammerhaitauchen waren in baja california etc.etc. ALLE waren - einhellig - der meinung dass diese (international bekannten) haiplaetze malpelo nicht das wasser reichen koennen.

Malpelo: Buenaventura Kolumbien

Buenaventura colombia. Das erste mal als ich den namen buenaventura in meinem leben gehoert habe, war in einem buch eines deutschen weltumseglers, der buenaventura schlicht als "den schlimmsten hafen seiner reise" beschrieb, wo prinzipiell jeder ausgeraubt, wenn nicht ermordet wird. Seither ist viel passiert, ich habe eine kolumbianische austauschstudentin geheiratet, habe kolumbien daher vorurteilslos kennengelernt und bin schliesslich vor 8 jahren in dieses land ausgewandert. Von meinen beiden soehnen ist einer oesterreicher, einer kolumbianer. Aber meine geschichte will ich hier nicht erzaehlen sondern die geschichte meiner reise nach malpelo, der insel der haie, und die beginnt hier in buenaventura dem hafen der dieser insel am naechsten ist. Praktisch der einzige hafen im pazifik den das land besitzt, das seit den tagen der konquistadoren richtung karibik ausgerichtet ist. Die pazifikueste rueckte erst ins blickfeld als die USA den panamakanal in betrieb nahmen. Seither ist buenaventura von entscheidender handelsstrategischer bedeutung fuer kolumbien und wird unter grossem aufwand in einen modernen hafen ausgebaut. Ich bin gerade gemuetlich in sechstuendiger busfahrt ueber die anden gezuckelt (ich lebe in ibague) und mein bus hat das busterminal von buenaventura erreicht. Morgen um abends werde ich hier an bord des schiffes gehen das mich zu meinem rendevouz mit den haien von malpelo bringen wird. Ich geniesse die vorfreude und schlendere ein wenig durch die stadt nachdem ich mein gepaeck im hotel abgegeben habe. Allein der name verheisst gutes: buen-aventura koennte man als gutes-abenteuer uebersetzen. Ich lasse mich von einem taxi an die mole bringen und streune ein wenig umher, es gibt hier tatsaechlich einigen tourismus. Ich finde einige nette lokale - trinke ein paar biere, schlendere herum. Und finde mich schliesslich wieder auf der mole ein wo ich den sonnenuntergang im pazifischen ozean bewundere. Scheinbar hat sich hier eine menge veraendert seit jener weltumsegler hier war, keine spur von "gefaerlichem drecksnest" ich werde weder ueberfallen, noch angepoebelt, im gegenteil das ambiente ist ausgesprochen entspannt und sympatisch, ich falle als weisser oesterreicher nichteinmal auf - es gibt viele weisse kolumbianer die hier urlauben, und sich recht zwanglos mit den vorwiegend schwarzen einheimischen mischen. Ich esse hervoragend in einem netten kleinen lokal und haue mich alsbald in die kissen. Am naechsten morgen erkundige ich mich an der mole dort nach dem liegeplatz von DONA MARIELA, und werde and den "club sabaletas" verwiesen. Ein taxi bringt mich in wenigen minuten dorthin. Und da liegt sie - als einziges groesseres boot in diesem Club, DONA MARIELA.

Das Schiff "Dona Mariela"

Da wir erst um sechs auslaufen werden bin ich der erste taucher an bord. Die uebrigen kommen erst am spaeten nachmittag per flugzeug aus bogota oder per auto aus cali medellin und pereira. So habe ich gelegenheit, meine koje auszuwahlen,ein schwaetzchen mit der crew zu halten, mir das schiff anzusehen. Sie gefaellt mir sofort. Ein kleines vertrauenerweckendes starkes stahlschiff, fast wie eine miniausgabe von cousteaus calypso. In weiss und blau, mit langen reihen von tauchflaschen an den seiten. Ein grosses tiefliegendes achterdeck, mit einer grossen absenkbaren tauchplatform. Ganz offensichtlich ein design von tauchern fuer taucher. Kein rost kein rott, alles frisch in blau weiss gestrichen alles sauber. Ich steige in den maschinenraum und finde zwei offensichtlich gut gewartete saubere schiffsdiesel vor, nebst einem guten generator. 3 kompressoren, Radar, GPS - kurz alles was man sich auf einem guten tauchschiff zu finden hofft. Die kojen sind sauber frischgewaschene bezuege, keine einzige kakalake. Es gibt sieben kojen im vorschiff, sieben im achterschiff. Im vorschiff gibt es sogar klimaanlage, ich beziehe eine koje im achterschiff weil ich klimaanlagen nicht mag. Die belueftung erfolgt ueber sehr grosse windhuzen. Nichts riecht muffig oder schimmelig ich bin angenehm uebrrascht.

Die Taucher die crew

Ich gehe noch auf einen kurzen landgang, und als ich zurueckkomme, finde ich einen weitern gast im salon vor. Wir stellen uns vor schuetteln uns die hand, er heisst asaf und kommt aus israel, rucksacktourist, reist allein per bus durchs land und will den ganzen kontinent runter bis nach argetinien. Ja, denke ich hier lernt man interessante leute kennen. Ich stelle ihm die unvermeidliche frage: warum er keine angst hat durch dieses gefahrliche land zu reisen? Er grinst und gibt mir eine gute antwort. "Weisst du" sagt er, "wenn du hier entfuhrt wirst verhandeln die leute ueber das loesegeld fuer die lebende person. In israel wird prizipiell nur ueber das loesegeld fuer die uebergabe des kadavers verhandelt". "Ja wenn du die statistik emotionslos anschaust siehst du dass die elektriker mit ihren installationen und die busfahrer mit ihrer fahrweise jahr fuer jahr mehr leute ums eck bringen als die guerilla und paramilitaers gemeinsam" antworte ich. Er versteht mich, die presse ist eine sache, die taegliche lebensrealitaet eine oft ganz andere. Dann reden wir ueber das tauchen er kennt das rote meer wie seine westentasche, die zeit vergeht rasch. Bald kommen weitere taucher an bord und verstauen ihre sachen in den kojen. In der gruppe die aus cali kommt sind auch diveguide alexandro und ivan mit von der partie. Ivan ist operator des schiffes, er hat das schiff ausgeruestet die taucher zu diesem termin versammelt und bringt in seinem campauto die restlichen lebensmittel und ausruestungsgegenstaende an bord. Er ist es der diese reise moeglich macht. Von fueh bis spaet wird er sich um alle ablauefe kuemmern sorgen dass stets alles bereit ist, ein organisator wie er im buche steht. Die taucher stehen an deck lernen einander kennen, ich habe sofort ein gutes gefuhl mit dieser gruppe. Da ist Eli der ruhige bursche aus bogota der seinen indiana jones hut nur vom kopf nehmen wird wenn er ins wasser springt. Jorge um die fuenfzig, mit seiner jungen frau beatrice, osmar, malpelofuchs aus paipa er wird mir einen adrenalinstoss unter hochseehaien verabreichen, John Jairo tauchbasen besitzer malpelo freund und schuetzer und... und... und natuerlich die crew der breitbeinige kaepten culi, wir werden ihn bald "capi" und dann nur noch "papi" nennen. Eduardo ein sympatischer untersetzter typ, matrose und taucher er wird mich in schweren stunden der seekrankheit begleiten, caribeno der maschinist, sein satz "ohne schraubenschluessel arbeite ich hier unten nicht" wird fuer lachstuerme auf hoher see sorgen - und heyner matrose der sich als verwegener aussenborder pilot in malpelos brandung entpuppen wird.

leinen los 1.Tag - abreise nach gorgona

Es ist inzwischen dunkel geworden und dona mariela gleitet hinaus in laue tropennacht. Ich klettere auf das dach des salons wo die kompressoren stehen und geniesse den augenblick. Nach und nach kommen alle taucher hier rauf. Niemand spricht mehr. Wir geniessen die lichter des hafens, das ruhige meer, waehrend wir die hafenbucht durchqueren die daliegt wie ein spiegel ein perfekter augenblick der vorfreude. Jedoch die ruhe waehrt nicht lange, der schwell des offenen ozeans beginnt uns zu schaukeln, und alles klettert nach unten. Die taucher verschwinden in ihren kojen, die matrosen machen klar schiff, und dann beginnt sich ein heftiges gewitter zu entladen. Ich stehe bald allein am achterdeck zwar unter einer plane, aber der regen fliegt waagrecht so wie das in tropengewittern eben der fall ist. Und in kurzer zeit bin ich waschnass. Nach unten gehen kann ich jetzt nich mehr, denn langsam wird mir entsetzlich uebel ich wuerde es nicht schaffen mich umzuziehen ohne mich vollzukotzen. Also bleibe ich wie festgenagelt am achterdeck stehen und kralle mich fest. Schliesslich kotze ich wie ein reiher, fuehle mich aber immer noch nicht besser.

die marine

Da kommen von hinten lichter heran, zwei offene boote der kolumbianischen marine. "Stoppt die maschine" hoere ich jemanden durch den regen bruellen, nichts tut sich. Offensichtlich sprechen die ueber funk denke ich, und capitan culi haelt die marschfahrt der stabilitaet wegen aufrecht. Da hoere ich eine sich ueberschlagende stimme erneut durch den regen schreien "stoppt die maschine verdammt nochmal". Ich stolpere nach vorne reisse die tuer zur brucke auf und schreie capitan culi ins ohr: "maschine stoppen die sind schon ziemlich sauer". Die diesel verstummen der seegang wird unertraeglich. Eduardo rennt nach hinten und schreit "canal 16" gegen den regen. Man informiert uns ueber funk das man die marine an bord kommen wird. Fender werden ausgebracht, in waghalsigem manoever setzen marineinfantristen ueber und verschwinden unter deck um das schiff zu durchsuchen. Bei mir auf dem achterdeck bleibt ein finster blickender schwarzer soldat stehen. Ich beobachte ihn von der seite. Ob dem auch schlecht ist? Nach einer weile schiebt er das unterkiefer etwas vor. Dann nochmal. Dann knallt die waffe an deck der mann dreht sich um, beugt sich ueber die reling und kotzt was das zeug haelt. Nach und nach erscheinen alle soldaten an deck, blicken zuerst finster in die regennacht, drehen sich dann um und kotzen. Ein junger offensichtlich seefester leutnant steht hinten und grinst. Die durchsuchung ist beendet, die soldaten klettern in ihre boote, alle sind mindestens genau so nass wie ich, und fuehlen sich offensichtlich auch nicht besser. Die boote verschwinden in der nacht. Wir setzen die reise fort. Ich stehe stundenlang an der reling und kotze, mein gott so schlecht war mir noch nie. Ivan hat uns instruiert dass niemand alleine kotzen geht weil sonst keiner bemerkt wenn jemand ueber bord geht. Eduardo bewacht mich. Schliesslich legt mir eduardo die hand auf die schulter und sagt: so jetzt hast du alles gekotzt was drin war, zieh das nasse zeug aus, ich bring dir ein handtuch, und leg dich nieder. Ich leiste ihm folge, trockne mich, torkle nach unten, schaffe es in die koje gottseidank ohne erneut zu kotzen und schlafe bald vor erschoepfung ein.

2.Tag: Gorgona 3 tauchgaenge

Das gerausch des fallenden ankers weckt mich, es ist 6 uhr morgens wir ankern vor der insel gorgona, die uebelkeit ist weg. Ich klettere nach oben in den salon, die meisten taucher sind an deck, die koechin gibt mir ein kraeftiges fruhstueck ich kann das fruhstuck unten behalten. Als ich aufs achterdeck hinausgehe hefte ich meine augen automatisch an den horizont das soll gut gegen die seekrankheit sein, da bewegt sich was ich zeige hin, alle sehen es jetzt, wale ! Eine buckelwalkuh und ihr kalb ziehen an unserem ankerplatz vorbei. Kaum sind sie ausser sicht erscheint eine gruppe delphine. Wir machen einen kurzen besuch auf der oekologischen station der insel aber wirklich interessiert sind wir alle nur an einem - tauchen - tauchen. Drei tauchgaenge sind fur heute angesagt. Die gruppen werden eingeteilt - fuenf taucher pro zodiak ein guide alexandro hat "punta tiburon" (die haispitze) als tauchplatz gewaehlt. Alles ueber bord und sofort nach unten an die felswand - sind seine instuktionen, die stroemung ist enorm. Nur wenige der gruppe schaffen es an die felswand der rest - vom winde verweht. Hainer sammelt die versprengten taucher mit dem zodiak ein. Zwei weitere tauchgaenge in gorgona, wir sehen makrelen, grosse fische aller art - keine haie. Aber gorgona ist ein guter vorgeschmack auf malpelo die sicht ist auf ca 30-40 m beschraenkt die insel ist noch nahe dem kontinent und produziert da vegetationsreich eigene sedimente. Unser ziel ist malpelo und die drei tauchgaenge in gorgona sind eigentlich nur checktauchgaenge. Wir essen noch zu abend in einer ruhigen ankerbucht - dann anker hoch und volle fahrt auf den offenen pazifik hinaus. Diesmal bin ich klueger. Ich werfe meine mareol tablette gegen die seekrankheit ein und verziehe mich schleunigst in die koje. Drei stroemungstauchgaenge machen muede, das schiff beginnt sich im rythmus des meeres zu bewegen, hinter dem schott wummern die diesel ihr monotones lied, in wenigen minuten bin ich eingeschlafen.

3.und 4. Tag: Anreise nach malpelo Als ich erwache sind wir auf hoher see. Ich klettere kurz nach oben. Die crew fischt, ein ernomer barracuda wird an bord gezogen. Ich esse kurz was und verziehe mich mit einem buch in die koje so machen es fast alle anderen taucher auch. Die bewegung des schiffes macht muede wir sind noch nicht voll daran gewoehnt, aber niemand kotzt mehr. Keiner hat lust die koje zu verlassen bald bricht die nacht herein ich falle erneut in tiefen schlaf. Die 48 stunden anreise vergehen so relativ schnell. In der zweiten nacht wecken mich stimmen im morgengrauen, einige taucher sind auf der bruecke versammelt und lassen sich von kaptaen culi das radarbild erklaeren - malpelo liegt voraus. | naechste seite

5.reisetag - erster von 3 tauchtagen in malpelo

Capitan culi kennt die insel wie seine westentasche. Nach kurzer suche hat er die einzige ankermoeglichkeit in malpelo entdeckt. Eine felsspitze die knapp unter die oberflache reicht. Ein taucher klemmt den anker in eine spalte. Wir ankern direkt ueber der stelle wo die neue haispezies von malpelo entdeckt wurde 200 fuss unter unserem kiel ist das reich des rugged tooth tiger shark. Wir springen in die zodiaks mit dem aussenborder fahren wir ein runde um malpelo. In zehn minuten sind wir um die insel herum. Die brandung erscheint mir brutal. Ein felsbogen steht mitten in der brandung - ich zeige hin und rufe hainer zu: "Da fahren wir durch!" (Ein scherz meinerseits). Hainer nimmt kurs auf den bogen. Niemand spricht, alles krallt sich fest. Wir erwarten dass er kurz vor der brandung abdrehen wird. Nicht so hainer, der motor heult auf, eine enorme schaeumende woge schiebt das zodiak durch das felsloch. Dies wird in den naechsten tagen eine art routine werden. Wir nehmen die abkuerzung durch den bogen immer wenn wir hier vorbeikommen. Hainer nimmt kurs auf die felswand tauchplatz "el refrigerador" letzter test der ausruestung wir wissen von gorgona was kommt. Keine sekunde an der oberflaeche, dingi ran an die felswand so nah wie moeglich, alles ueber bord und runter. Als sich die blasen verziehen habe ich ein erstes "wau" erlebnis. Tiefblau, enorme sichtweiten, zerklueftete felslandschaft, flugerlebnis, unwirklich, traumhaft. Grosse fische - ueberall - muraenen in jedem loch und freischwimmend. Sowas habe ich noch nie gesehen. In der ferne ueber einer sandbank vier weitere grosse fische, aber halt da ist ja diese seltsame rueckenflosse das sind ja...haie! Hammerhaie - und das beim ersten tauchgang in den ersten fuenf minuten. Wir schwimmen die felswand entlang, die meisten von uns sehen hier zum erstenmal in ihrem leben einen hai und so bleiben zunaechst alle schoen zusammen, das hat diveguide alexandro ganz gerne so. Die zeit vergeht viel zu schnell. Decopause auftauchen. Hainer sammelt uns mit dem zodiak ein und bringt uns zurueck zum schiff. Oberflaechenpause. Ivan hat suessigkeiten zur freien entnahme vorbereitet. Man merkt dass hier ein taucher darueber nachgedacht hat was taucher brauchen wenn sie vom tauchgang zurueckommen. Was die naechsten drei tage folgt ist wie ein traum. Die logbuecher werden irgendwie obsolet. Man weiss nicht was man reinschreiben soll. Ich habe taucherfahrung in malaysia in der karibik im mittelmeer da schreibt man solche dinge ins logbuch wie "eine grosse gefleckte muraene gesehen" - aber hier was soll man sagen wieviele muraenen glotzen hier eigenlich aus allen loechern allein im blickfeld sind das manchmal einige duzend. Was schreibe ich ins logbuch "hunderte muraenen duzender arten gesehen" oder sowas. Oder man schreibt ins logbuch "grosser schnapperschwarm" aber hier...ein endloser schwarm von schnappern, der vorhang tut sich vor mir auf. Ich bin mitten drin, es wird dunkel. Fischleiber ober mir unter mir rund um mich ich bin teil des schwarms verliere die orientierung. Wenn tauchguide alexandro die bestimmungstafeln auspackt dann sitzen wir um die tafeln und diskutieren was wir NICHT gesehen haben oder was einige von uns NOCH NICHT gesehen haben. Wenn von malpelo die rede ist reden taucher viel ueber haie, aber unter wasser wird der hai eigentlich nur zu einem weitern grossen fisch der sich nur wegen seiner siluette etwas aus der fischmenge hebt. Da ist zum beispiel ein decostop wo uns zwei grosse sierra wahoo besuchen diese hochseefische sehen den barracudas zum verwechseln aehnlich, und wie alle fische in malpelo kommen sie wirklich nahe. Die haben fast 2m laenge und inspizieren uns auf armdistanz. Ueberhaupt scheinen die fische hier keine angst vor tauchern zu kennen. Auf meine frage ob hier eigentlich noch keiner fische hapuniert hat grinst john jairo, ein experimentierter malpelo taucher nur..."willst es versuchen?" Ich denke an den haiauflauf den sowas hier notwendiger weise produzieren wuerde und bestehe nicht auf der idee. Ich erkundige mich auch nach sichtungen von wirklich selten grossfischen. Walhaie ? Ja haeufig letzte reise direct am ausgang von "la cathedral". Mantas? klar, jede menge. Orcas? jede zweite oder dritte malpeloreise. Buckelwale? jede reise wenn walsaison ist. Blauwal? ja auch schon einmal gesehen. Meine tauchkollegen sind alle kolumbianer, fuer sie scheint das irgendwie normal zu sein, normale begegnugen auf einem normalen tauchtrip. Asaf und ich sehen uns an. Wir wissen wie man solche begegnungen an anderen plaetzen dieser welt organisiert - mit dem flugzeug geortet mit funk ans boot vermittelt - aber durch zufall bei einem tauchgang? Als wir mit dem zodiak zum schiff zurueckkommen ist john jairos gruppe mit dem schlauchboot gerade weit draussen unterwegs. Wir fragen was sie machen. Sie verfolgen einen buckelwal. Ah ! Wir ziehen uns trockene klamotten an - ach nur ein buckelwal wir haben heute schon so viel gesehen man kann nich ueberall dabei sein. Ich weiss dass die da draussen mit ihren tanks mit diesem buckelwal tauchen werden - das ist keine organisierte "wale watching tour" mit streng ueberwachten mindestabstenden wo natuerlich niemand zum wal ins wasser huepfen darf. Ich weiss auch dass dieser buckelwal wahrscheinlich das boot inspiziern wird denn boote sind hier draussen nicht laestig (weil haufig) sondern ein interessantes spielzeug im weiten ozean fuer den wal. Aber was solls ich bin einfach zu muede. Was koennte man hier nicht alles machen ! Als ich wochen spaeter gemuetlich zuhause eine dokumentation in discovery channel anschaue "blue planet" folge "der offene ozean" bin ich beindruckt von den szenen wie grosse marline einen schwarm kleiner fische im offenen ozean angreifen. Zum schluss kommt ein seiwal und schluckt den ganzen schwarm. Als die sendung zu ende ist erregt eine kurze notiz im nachspann meine aufmerksamkeit: "filmed malpelo island". Aber malpelo ist nicht nur wale haie grossfische. Malpelo ist die spitze einer beindruckenden vulkanformation 500 km entfernung von jeglicher kueste. Hier gibt es sichtweiten wie sie nur im offen pazifik vorkommen. Allein das fluggefuehl wenn dich die stroemung eine felswand entlang fegt ist phaenomenal. Malpelo ist nicht "einige gute tauchplaetze", die ganze insel ist ein tauchplatz. Wenn du dich von der stroemung die zwei kilometer insel entlang treiben laesst hast du nicht einmal den eindruck dass es hier jetzt weniger zu sehen gibt - die landschaft und die fische weniger spektakulaer sind. Aber es gibt natuerlich landschafts formationen die ganz besonders spektakulaer sind. Darunter "la cathedral" und "la chupadera" erstere ist eine felsformation in einer gruppe von drei felsen die isoliert von der insel aus dem wasser ragen (los tres mosketeros) hier vereinigen sich sichweite, felsschluchten, steil einfallendes sonnenlicht, und hoehlenformation zu einer geradezu mystischen erfahrung die den vergleich mit einer gothischen kathedrale geradezu aufdraengt. Die ganze insel ist von loechern durchzogen wie ein schweizer kaese. Aber eines der spektakulaersten ist "la chupadera" das saugloch. Eine hoehle die die ganze insel durchbricht, und taucher von einer seite auf die andere passieren laesst. Jede brandungswelle verursacht fuer einige sekunden einen enormen sog sodass die taucher praktisch durch die insel gesogen werden - ein spektakulaeres erlebnis. Aber malpelo ist vor allem beruehmt wegen seiner hammerhaie und auch hier kann ich nur superlative berichten. Es ist bekannt dass an anderen plaetzen wo hammerhaie in schwaermen vorkommen (cocos, baja california), diese ziemlich tiefe tauchgaenge erfordern (70 m) und sich die tiere ausserdem als sehr scheue zeitgenossen zeigen, sodass oft mit greaeten getaucht werden muss die das blasengeraeusch daempfen. Nun, malpelo ist anders auch hier. Wir sind eine gruppe von hobbytauchern, die meisten mit wenig taucherfahrung, und wir sind sechs taucher im schlauchboot. Mit anderen worten eine menge laerm im wasser - bedingungen die an sich sehr hammerhai feindlich sind. Die chancen so hammerhai schwaerme zu sehen sind an anderen plaetzen praktisch null. Felswand "el refrigerador" erster tauchtag in malpelo dritter tauchgang. Sechs taucher lassen sich laermreich in der brandungzone ueber bord fallen und gehen auf etwa 20 m tiefe. Alexandro nimmt kurs die felswand entlang. In etwa 20 m entfernung von der wand. In der ferne taucht ein weiter fischschwarm auf - ein grosser. Ich nehme zuerst gar keine besondere notiz. Da beginnt jemand unartikuliert in seinen regulator zu bruellen und reisst den arm hoch - alle deuten nun auf den schwarm. Ich sehe nochmal hin und "wau" das sind ja hammerhaie! Der schwarm beschleunigt etwas, geht nach unten und zieht schliesslich zwischen den laermenden gestikulierenden und bruellenden tauchern und der felswand durch. Ich haenge im wasser und beginne zu zaehlen: An der vorderen schwarmkante komme ich auf ueber 50 exemplare. Vorne schwimmen die grossen. Einige sind bestimmt 4-5m lang. Ich kann ihre koerper ganz sehen weil die anderen einen kleinen respektabstand zu ihnen halten. Aber dahinter kommen die haie so dicht dass ich die einzelnen koerper nichtmehr unterscheiden kann. Es ist nur mehr eine dunkle wolke. Als sie vorbei sind stelle ich mir die preisfrage. Wie viele ? Nun ueber fuenfzig and der vorderen schwarmkante habe ich gezaehlt. Ich habe vielleicht 10% des schwarms gezahlt, warscheinlich noch weniger. Waren es 300, 500 oder gar mehr? In der literatur ist von schwaermen mit maximal 300 haien die rede, also werde ich mich in zukunft auf diese zahl einpendeln damit man mich nicht luegner nennt. Was waere wohl passiert wenn keiner gebruellt und gedeutet haette und niemand anschliessend auf den schwarm zugeschwommen waere. Ich stelle mir einen erfahrenen taucher am felsen versteckt mit blasendaempfer vor - welche photos koennte man hier schiessen! Aber es sind nicht nur die hammerhaie, weisspitzen riffhaie, gemeiner grundhai, (der hier tiburon toro heisst) exemplare massiv wie eine lokomotive, grauhaie, etc.etc... In grosser menge sehen wir hier bronzefarbene walfaengerhaie (silky shark). Die silkies mischen sich auch in gosser zahl in die hammerhaischwaerme ein phaenomen das bisher nur in malpelo beschrieben wurde.(wenn das versammlungen in paarungszeiten sind - wie manche wissenschaftler annehmen - was machen wohl die silkies in den schwaermen ?). Man sieht die haie nicht nur beim tauchen sondern auch an der oberflaeche. Jemand wirft eine bananschale ueber bord ein grosser silky kommt hoch und untersucht sie. Wir fahren im zodiak zum tauchplatz ein silky treibt vertaumt an der oberflaeche, hainer nimmt kurs auf ihn und faehrt ihn beinahe ueber den haufen, einen meter vor dem boot taucht er erschreckt ab. Ich habe die silkies als die neugierigsten haie von malpelo erlebt. Sie besuchen uns manchmal am decostop umkreisen die taucher ein oder zweimal und verlieren sich wieder im blau. Einmal als ich in "la gringa" - einer weiteren isolierten felsformation - allein hinter der gruppe zuruckbleibe werden sie sogar etwas zudringlich. Warum werden eigentlich all diese haie nicht von asiatischen haiflossenfabriken zu suppe verabeitet wie das praktisch ueberall auf der welt wo haie in grosser zahl vorkommen der fall ist ? Nun die antwort liegt wahrscheinlich in einem militaerposten den die kolumbianische marine auf diesem trostlosen felsen am ende der welt unterhaelt. Malpelo ist aus strategischer sicht wichtig, weil seine existenz eine 200 meilen zone von kolumbianischen territorialgewaessern erzeugt. Und deshalb kann hier nicht einfach jeder fischen wie es ihm spass macht. Und heimlich geht auch nicht weil die militaerpraesenz auf malpelo ist permanent. Aber das beste an der sache ist, kolumbianer fischen hier auch nicht - frueher aus mangel einer hoseefischfangflotte, und jetzt, weil die insel naturschutzgebiet ist. So werden durch glueckiche fuegung die militaers zu naturschuetzern. Jedes fremde schiff ein unerlaubter eindringling. So bleibt malpelo fuer jeden der nicht ein spezialpermit von kolumbianischen naturschutzbehoerden hat wie ivan und ausserdem zu guten kontakten zu den lokalen militaers verfuegt ein schwieriges ziel. Und das ist gut fuer malpelo und seine haie denn massentourismus kommt so nicht auf. Am dritten tag schicken wir uns schliesslich an diese besonderen beziehungen zu den militaers die unsere haiinsel bewachen etwas zu pflegen. Der einzige weg an land zu gehen ist ein metallgalgen mit einer 15m hohen strickleiter den die militaers hier installiert haben. Sie lassen uns die leiter runter, wir klettern rauf. Ein netter junger leutnant empfaengt uns und bietet uns eine tasse kaffee an. Wir bringen ein kleines gastgeschenk, suessigkeiten, schokolade, dinge die man vermisst auf einem verlassenen aussenposten. Der leutnant erkundigt sich nach dem tauchen - er hat seine insel noch nie von unten gesehen wir laden ihn zum tauchen ein. Schwierig, wenn er seine insel verlaesst das ist wie einen wachposten verlassen - weiss nicht - schliesslich siegt die neugier - also ein tauchgang ein einziger und rasch. Es werden vier tauchgaenge der mann ist fasziniert wir haben einen neuen malpelo fan gewonnen. Eine 48 stuendige rueckreise steht bevor, wir lichten anker und erreichen buenaventura am vormittag des 8.tages seit unserer abreise. Als ich auf die mole trete bewegt sich das festland im rythmus des meeres, aber das geht schnell vorbei. Was bleibt ist das gefuhehl teil von etwas besonderem zu sein. Malpelo taucher eben, und der wunsch diese insel zu erhalten so wie sie ist, und sie nur jenen zugaenglich zu machen die zu schaetzen wissen was sie bietet, einer speziellen gruppe von tauchern, filmern, naturschuetzern.

Please contact to for the details: diagroto@ibague.cetcol.net.co
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